Daniel's Blog (News)
"Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht, daß sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, daß er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er von Ziel besessen ist. Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben." (Hermann Hesse)
- Lass los, wenn du merkst, dass es keinen Sinn mehr hat festzuhalten.
- Ein „nein“ für jemand anderen ist immer auch ein „ja“ für dich.
- Suche dir Menschen, mit denen du nicht nur über ihre Sorgen
sprechen musst,
sondern auch nach den Sternen greifen kannst.
What else?
Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung. „Hey Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen!“ - „Moment mal“, unterbrach ihn Sokrates, „hast du, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?“ – „Drei Siebe?“, frage der andere voller Verwunderung.
„Ja, drei Siebe, mein Lieber. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. – Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen, willst, geprüft, ob es wahr ist?“ - „Nein, ich hörte es irgendwo und...“
„So so, aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist – so doch wenigstens gut?“ Zögernd sage der andere: „Nein, das nicht, im Gegenteil...“
„Aha!“, unterbrach ihn Sokrates, „so lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?“ – „Notwendig nun gerade nicht, aber...“
„Also“, lächelte Sokrates, „wenn das, was du mir da erzählen willst, weder erwiesenermassen wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!“
Eine Zeit geht zu Ende, die Zeit des Immer-mehr. Zu lange haben wir blind ans Zahlenwachstum geglaubt, zu lange von allem bloss noch mehr gewollt. Qualität statt Quantität wird zum neuen Paradigma - Lebensqualität. Denn «weniger» muss nicht Verzicht bedeuten, «weniger» kann auch ein Gewinn sein. (c) GDI
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

IHR Tagebuch: Am Samstag Abend hat er sich echt komisch verhalten. Wir wollten noch auf einen Drink ausgehen. Ich war den ganzen Tag mit meinen Freundinnen beim Einkaufen und kam deswegen etwas zu spät - womöglich war er deswegen sauer. Irgendwie kamen wir gar nicht miteinander ins Gespräch, so dass ich vorgeschlagen habe woanders hinzugehen, wo man sich besser unterhalten kann. Er war zwar einverstanden, aber blieb so schweigsam und abwesend. Ich fragte, was los ist, aber er meinte nur "nichts".
Dann fragte ich, ob ich ihn vielleicht geärgert habe. Er sagte, dass es nichts mit mir zu tun hat, und dass ich mir keine Sorgen machen soll. Auf der Heimfahrt habe ich ihm dann gesagt, dass ich ihn liebe, aber er fuhr einfach weiter... Ich versteh ihn einfach nicht, warum hat er denn nicht einfach gesagt "ich liebe Dich auch"???
Als wir nach Hause kamen fühlte ich, dass ich ihn verloren hatte, dass er nichts mehr mit mir zu tun haben wollte. Er sass nur da und schaute fern, er schien weit weg und irgendwie abwesend.
Schliesslich bin ich dann ins Bett gegangen. Er kam 10 Minuten später nach und zu meiner Überraschung hat er auf meine Liebkosungen reagiert und wir haben uns geliebt. Aber irgendwie hatte ich immer noch das Gefühl, dass er abgelenkt und mit seinen Gedanken weit weg war. Das alles wurde mir zuviel, so dass ich beschlossen habe, offen mit ihm über die Situation zu reden, aber da war er bereits eingeschlafen. Und ich habe mich in den Schlaf geweint. Ich weiss nicht mehr weiter. Aber so kann ich nicht mehr leben...
SEIN Tagebuch: Heute haben die Langnau Tigers wieder einmal verloren und es wird diese Saison wohl nichts mit den Playoffs. Aber wir hatten prima Sex.
(OK, dieser Tagebucheintrag ist nicht neu - das wussten wir eigentlich ja alles schon... Aber ich hab's nun trotzdem einmal schwarz auf weiss kopiert - und ist nicht ganz ernst gemeint... ;-)
... Gesundheit statt Genuss, Effizienz statt Lust, Kaffee ohne Koffein, Bier ohne Alkohol, Cola ohne Kalorien, Sex ohne Körperkontakt, Religion ohne Leidenschaft. Doch ein Leben, welches das Leben nicht riskieren will, beginnt unweigerlich, dem Tod zu gleichen...
Das sage nicht ich, sondern der Wiener Philosoph Robert Pfaller in seinem Buch "Wofür es sich zu leben lohnt". Interessante Aspekte, könnte man doch noch beliebig weiterführen: Reichtum ohne Zufriedenheit, Freizeit ohne Erholung, (virtuelle) Freundschaften ohne Qualität, Alltag ohne Überraschungen, Beruf ohne Berufung und und und...
PS: Robert Pfaller gibts live zu sehen/hören am 29.2.12 am GDI in Zürich.
Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt. Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da wo wir uns gerade befinden.
Jedes Leben hat sein Mass an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen. Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, mache kein Problem daraus.
Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt. Es gibt keinen Weg zum Glück, Glücklich-SEIN ist der Weg.
(aus der Lehre Buddha’s)
Achte auf deine Schatten(seiten)!
Auch wenn sich dein Körper vielleicht manchmal alt und müde fühlt, auch wenn sich manchmal (Lebens-)Wege trennen: Lasse deinen Geist fröhlich sein, lasse ihn immer wieder tanzen. Und sehe, was zusammenführt. Fühle, was vereint. Erlebe immer wieder, was verbindet.
All dies zu erkennen und dein Leben im Einklang mit dir selbst zu leben: Das wünsche ich dir (und mir) im 2012. Happy New Year!

In memorian: Hans Roth (09.05.1934 – 08.12.2001)
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot. Der ist nur fern. Tot ist nur, wer vergessen wird.
Heute vor genau
10 Jahren (an einem kalten Wintersamstag um 13.58 Uhr) starb mein geliebter
Vater völlig unerwartet an den Folgen eines Herzinfarktes.
An diesem Tag besuchte ich ein "zufälligerweise" gerade ein Seminar von Rüdiger Dahlke in Bern zum Thema "Über das Loslassen"...
Ich gedenke ihm und bin dankbar und froh für alles, was er mir auf den Lebensweg mitgegeben hat.
R.I.P. Daddy

22.11.11: Glück
Wie sähe unser Leben aus, wenn nicht Geld, sondern Glück die grundlegende Währung und Entscheidungsgrundlage wäre? (Eckhart von Hirschhausen)
6.9.11: Dharma
"Das Wort Dharma bedeutet „vorbeugende Maßnahme“. Es ist etwas, das wir unternehmen, um Probleme zu vermeiden. Wenn wir uns mit der Dharmapraxis beschäftigen wollen, müssen wir als erstes die verschiedenen Probleme oder Schwierigkeiten erkennen, die wir in unserem Leben haben. Als nächstes müssen wir erkennen, dass die Dharmapraxis den Zweck hat, bei der Bewältigung dieser Schwierigkeiten zu helfen.
[...]
Einer der wichtigsten Punkte im Buddhismus ist folgender: wir müssen erkennen, dass all diese Probleme die jeder von uns erlebt, aus Ursachen entstehen. Es ist nicht so, dass sie sich einfach vollkommen grundlos ergeben. Die Quelle all dieser Probleme ist in uns selbst. Das ist eine große Einsicht, die von den meisten nicht leicht angenommen wird. Dies wiederum liegt daran, dass die meisten von uns die Tendenz haben, die Schuld anderen Menschen oder äußeren Umständen zu geben.
[...]
Gibt es ein herausstechendes Merkmal, das die buddhistische Einstellung bezüglich der Frage, was es bedeutet, Buddhismus im täglichen Leben zu praktizieren, eindeutig definiert? Ich würde darauf antworten, dass es dies ist. Wenn wir Schwierigkeiten erleben, dann wenden wir im Buddhismus den Blick auf unser eigenes Innere um zu versuchen, dort die Ursache zu finden. Und wenn wir die Ursache einmal gefunden haben, dann versuchen wir, die Situation von unserem Inneren her zu verändern. Aber wenn wir hier sagen, dass wir den Blick nach Innen wenden, um die Quelle unserer Probleme zu finden, dann basiert das nicht, auf einem moralischen Urteil wie: „Ich bin ein schlechter Mensch. Ich muss mich ändern, damit ich ein guter Mensch werde.“ Im Buddhismus gibt es keine Moralurteile. Der einzige Grund dafür, dass wir die in uns liegende Quelle unserer Probleme erkennen wollen, ist Folgender: Wir leiden, wir wollen uns von unseren Problemen und unserem Unglücklichsein befreien und die Hauptursache all dieser Dinge liegt in unseren eigenen Geisteshaltungen. Insbesondere sagte der Buddha, dass die tiefste Ursache unserer Probleme und unseres Leidens unsere Verwirrung ist. Deshalb müssen wir erkennen, wie wir bezüglich dessen, was los ist, verwirrt sind Zweitens müssen wir erkennen, wie wir dies durch richtiges Verständnis korrigieren können.
[...]"
Wer diesen Text auch interessant findet – hier ist der Schlüssel zur Fortsetzung
"Ja, liebe Amerikaner, dass wir ein Problem haben, wussten wir schon lange. Dazu hätten wir keine Ratingagentur gebraucht. Wir haben aber kein Problem, denn wir sind trotz allem eine Triple-A-Nation. Wir haben allerdings ein Problem, aber wir sind in der Lage es zu lösen. Der Kongress hat sich damit zwar schwer getan und das Problem nur aufgeschoben. Wir werden es trotzdem lösen. Deshalb haben wir kein Problem."
Der Mann ist mein Vorbild - nach dieser Vorlage löse ich also ab sofort auch meine Probleme... (unglaublich)
PS: Eine neue Abkürzung, an welche wir uns merken sollten: ZIRP. Zero Interest Rate Policy...

Sag es mir, und ich werde es vergessen.
Beteilige mich, und ich werde es verstehen. (oder auch nicht...)
Aber lass mich nicht einfach so alleine...
Es ist schon unglaublich, welche Achterbahn der Gefühle eine Liebe auslösen kann. Nun verstehe ich den Ausdruck "Himmel hoch jauchzend - zu Tode betrübt" leider auch aus eigener Erfahrung. Noch nie waren in meinem Leben Hochs und Tiefs in so kurzer Zeit so nahe beisammen. Wirklich unglaublich. Im Augenblick bin ich einfach nur traurig und leer. Enttäuscht und verletzt. Energie- und antriebslos. Doch was tun in einem solchen Moment? Eine richtige Antwort gibt es wohl nicht, vielleicht ist es aber eine Kombination aus folgendem:
- die (schlechten) Gefühle zulassen und nicht verdrängen - auch wenn manchmal schlaflose, kurze Nächte die Konsequenz davon sind...
- gegenüber den Freunden das Herz auf der Zunge tragen und ehrlich kommunizieren, wie es in der eigenen Gefühlswelt aussieht - echte Freunde hören zu und trösten...
- sich nicht mit der Wirklichkeit anlegen, denn diese gewinnt immer... - d.h. die Dinge so zu akzeptieren versuchen, wie sie halt wirklich sind, ohne Beschönigungen und unrealistischen Erwartungen
- möglichst wenig alleine sein, um nicht dem endlosen Grübeln zu verfallen (manche mögen das nun "Verdrängen" nennen - ich nenne es emotionale Ablenkung, denn es ist emotional nicht intelligent, zu lange am gleichen Thema zu leiden)
- sich neue Lebensziele setzen, die man in den nächsten Monaten erreichen möchte (egal, wie sich die Liebe entwickelt)
- versuchen, die Liebe zu bewahren und ehrlich zu wertschätzen was war - und die neue Situation mit dem ehemaligen Partner Schritt für Schritt zu klären (ohne verletzten Stolz und ohne trotziges Kindheits-Ich, sondern in Liebe - das wäre echte Grösse)
Om mani padme hum
May peace and love fill the earth
May past sorrows fade away
May the New Year bring joy to all
On each and every day.
Happy New Year to you
I hope your dreams come true
A heart that's filled with happiness
Is the wish I wish for you!
Cheers all!
If this is not the place where tears are understood, where do I go to cry?
If this is not a place where my spirits can take wing, where do I go to fly?
If this is not a place where my questions can be asked, where do I go to seek?
If this is not a place where my feelings can be heard, where do I go to speak?
If this is not a place where you’ll accept me as I am, where can I go to be?
If this is not a place where I can try to and learn to grow, where can I just be me? (William J. Crocker) - danke Iris!
Ich wünsche allen alles Liebe für's 2011. Auf dass du immer den richtigen Platz in deinem Leben findest! Cheers, Dänu

... ist eröffnet unter
http://www.meineferien.ch/Daniel/content-h2109-n30925.html
Viel Spass und liebe Grüsse aus Ubud!
Selamat datang
Life is a challenge – meet it.
Life is love – shake it.
Life is a dream – realize it.
Life is a game – play it.

Washington, DC Metro Station on a cold January morning. A man with a violin plays six Bach pieces for about 45 minutes. During that time approx. 2 thousand people passed through the station, most of them on their way to work. After 3 minutes a middle-aged man noticed there was a musician playing. He slowed his pace and stopped for a few seconds and then hurried to meet his schedule.
The violinist received his first dollar: a woman threw the money in the hat and, without stopping, continued to walk.
6 minutes:
A young man leaned against the wall to listen to him, then looked at his watch and started to walk again.
10 minutes:
A 3-year old boy stopped but his mother tugged him along hurriedly. The kid stopped to look at the violinist again, but the mother pushed hard and the child continued to walk, turning his head all the time. This action was repeated by several other children. Every parent, without exception, forced their children to move on quickly.
45 minutes:
The musician played continuously. Only 6 people stopped and listened for a short while. About 20 gave money but continued to walk at their normal pace. The man collected a total of $32.
1 hour:
He finished playing and silence took over. No one noticed. No one applauded, nor was there any recognition.
No one knew this, but the violinist was Joshua Bell, one of the greatest musicians in the world. He played one of the most intricate pieces ever written, with a violin valued at $3.5 million dollars. Two days before, Joshua Bell sold out a theater in Boston where the price of seats averaged $100.
This is a true story. Joshua Bell playing incognito in the metro station was organized by the Washington Post as part of a social experiment about perception, taste and people's priorities. The questions raised: in a commonplace environment at an inappropriate hour, do we perceive beauty? Do we stop to appreciate it? Do we recognize talent in an unexpected context?
One possible conclusion reached from this experiment could be this: If we do not have a moment to stop and listen to one of the best musicians in the world, playing some of the finest music ever written, with one of the most beautiful instruments ever made... what else are we missing?

Jeder kriegt nur einen winzigen Abschnitt von ihr und kann damit machen was er will, die Zeit kümmerts nicht, sie geht in ihrer absoluten Gleichgültigkeit vorbei und schaut kaum hin...

Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie du mich willst.
Und du bist nicht auf der Welt um so zu sein wie ich dich will.
Ich bin ich - und du bist du.
Und wenn wir uns begegnen, so ist es wunderschön.
(Virginia Satir)
Seit ich dich gefunden habe weiss ich,
dass es sich gelohnt hat dich zu suchen.
(Ausstellung Kloster Fischingen, März 09)

Es ist was es ist - sagt die Liebe.
Es ist Unglück - sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz - sagt die Angst.
Es ist aussichtslos - sagt die Einsicht.
Es ist was es ist - sagt die Liebe.
Es ist lächerlich - sagt der Stolz.
Es ist leichtsinning - sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich - sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist - sagt die Liebe.
(von Erich Fried, der mir aus dem Herzen spricht)
Nachtrag: "Es ist, was du daraus machst!" -> danke Danja ;-)

Liebe Freunde, liebe Leser dieser Homepage Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Zwar habe ich nicht alles erreicht, was ich mir zum Ziel gesetzt habe, aber trotzdem war 2008 ein schönes, spannendes und nicht zuletzt auch ein ziemlich emotionales Jahr... Viele beklagen sich häufig am Jahresende, dass die Zeit auch in den vergangenen Monaten nur so vorbei raste. Und je älter man ist, desto schneller scheint die Zeit zu vergehen… Keine Zeit zum inne halten, keine Zeit um Dinge zu tun, welche man schon lange mal machen wollte. Keine Zeit um Freundschaften und die Liebe (eigentlich das Wichtigste im Leben, nicht wahr?) zu pflegen. Keine Zeit um sich mit sich selbst allzu sehr zu beschäftigen. So sagt denn auch ein buddhistisches Sprichwort: „Die Arbeit ist die grösste Faulheit des Westens." Will heissen: Wir verstecken uns gerne hinter der Arbeit oder unseren Hobbies, um uns nicht allzu sehr mit uns, mit den eigenen Bedürfnissen und Emotionen – unserem Leben auseinandersetzen zu müssen.
Ich habe versucht, dieser Faulheit dieses Jahr ein bisschen entgegen zu wirken. Wie bereits geschrieben – es ist mir nicht immer gelungen. Aber zumindest habe ich das Gefühl, dass 2008 ein sehr intensives und auch langes Jahr mit vielen persönlichen Erkenntnissen für mich war. Ich hoffe, dass ich diesem „Flow" auch nächstes Jahr folgen kann, zumindest habe ich einen zusätzlichen Tag hierfür (da ich nur noch 80 % arbeiten werde). Und falls sich mein Jahreshoroskop bewahrheiten sollte, so wird das neue Jahr ein Erlebnisjahr: „Uranus will nicht, dass alles im alten Trott weitergeht und bringt die Chance, über eine heilsame Krise einen guten Neuanfang zu schaffen. Jupiter und Neptun im Feld der Reisen und Auslandkontakte lassen auf die Erfüllung von lange gehegten Träumen hoffen. In der Ferne liegt die Abwechslung, im Heim die Konzentration auf das Wesentliche. Zudem: Tendenz zu romantisch-schwärmerischen Erlebnissen..." Na, dann bin ich mal gespannt und offen für die Dinge, die da kommen könnten…
Ich wünsche dir/euch ganz schöne, auch etwas erholsame Festtage und einen guten Start in ein gesundes, glückliches sowie erfolgreiches 2009. Ich freue mich auf Begegnungen. And don't forget: Just follow the flow!
Herzlich, Dänu
PS: Meine Fotos aus Kambodscha sind nun – endlich… – alle im Fotoalbum abgelegt, viel Spass! --> http://www.unsereferien.ch/daniel/gallery-r25436.html
Ok, ein bisschen unserer Privatsphäre müssen wir zu Gunsten der Überwachung der Allgemeinheit im Namen des Gemeinwohls an die Terrorüberwacher abtreten, damit Rasterfahnder mit ihrer künstlichen Intelligenz jeden potenziellen Terroristen identifizieren können... Aber schliesslich muss niemand Böses befürchten, der nichts Schlimmes getan hat oder zu tun beabsichtigt, oder?
Am besten verarbeitet man die Volkstraumatisierung mittels sarkastischer Parodie wie Jeff Dunham, ein Bauchredner der mit seiner Dauerstänkerer-Puppe "Walter" berühmt wurde und nun mit "Achmed the dead terrorist" eine neue Figur erschaffen hat. Viel Spass!

Wahrnehmen der Sonne - mit allen Sinnen, Auskosten der wohligen Wärme, Genuss pur.
Hübsche Frauen in Sommerkleider (und Bikinis), unbeschwerte Spaziergänge in lauen Sommernächten.
Gespräche mit Freunden in gemütlichen Gartenbeizen, Konzerte unter freiem Himmel und fröhlich durchtanzte Nächte.
Ein erfrischendes Schwimmen in der Aare nach Feierabend, bräunen auf dem Marzilirasen, Sonnencreme auf warmer Haut.
Blitz und Donner - klare Luft nach einem Abendgewitter, Schlafen ohne Decke und Pyjama, bei offenem Fenster.
Vogelgezwitscher, Entengequake - und Mückenstiche… Mohnblumen am Wegrand, der Duft von frisch geschnittenem Gras.
Zitronen-Sorbet, Sex on the Beach (oder einfach ein kühles Bier...), mariniertes Grillfleisch, Maiskolben und Kräuterbutter.
Ein Fitnessteller mit leckeren Salaten - gesunde und leichte Küche… Campingwoche im Eichholz mit Freunden - wie im Urlaub!
Abschalten, Abstand gewinnen, das Leben geniessen. Ich liebe den Sommer - wenn es nach mir ginge, könnte er für immer bleiben!!!

In Zukunft möchte ich mich ja beruflich in Richtung "Coaching" weiter entwickeln. Gerne mache ich Dich auf ein Angebot aufmerksam, welches seit heute auf der Homepage der WKS Bern ausgeschrieben ist (bitte weitersagen!):
"Entschleunigung" ist ein Modewort und es meint das Gegenteil von "Beschleunigung". Denn nur dieses Wort gibt es wirklich: "Verzögerung".
Die Entschleunigung wurde Anfang der 90-er Jahre als ein Mittel entdeckt, der Hektik des Alltags zu entkommen. Entschleunigung bedeutet im Endeffekt: MACHE WENIGER, ABER DAS WENIGE INTENSIV!
Der Zeitgeist aber fordert von allen Menschen, die aktiv und flexibel sein sollen und wollen, genau das Gegenteil... (Wer würde beispielsweise bei einer Party offen eingestehen, dass er von der Stammzellenforschung oder der schwierigen Speicherung von Wasserstoff für die Brennstoffzelle nichts versteht und deshalb zu diesem Problem nicht urteilsfähig ist...?!?)
Wenn man jung und dynamisch ist, kann man es sich nicht leisten, von etwas nichts zu verstehen. Objektiv aber kann man einfach nicht zu jedem Problem urteilsfähig sein. Dazu muss man tief in das Problem eindringen. Aber woher die Zeit nehmen?
Ausserdem kann man prinzipiell nicht in alle Probleme tief eindringen, weil es zu viele sind. Die Konsequenz: Jeder redet über alles, versteht aber eigentlich von nichts wirklich etwas und ist ständig in Hektik, um ja auch in allen Bereichen der Gesellschaft 'IN' zu sein.
Entschleunigung wurde modern als man sah, dass die Zeit viel zu schnell vergeht. Sie vergeht subjektiv auch wirklich schneller, je mehr man in der Zeiteinheit tut. Wenn man sich auf die Wiese legt und in die Wolken schaut dauert es ewig, bis die Sonne untergeht. Wer aber hat heute noch die Zeit (und die Nerven), länger als 10 Minuten im Gras zu liegen (nicht zu schlafen!) und nichts zu tun!?
Es gibt einige Bücher zur Entschleunigung; sie richten sich oftmals gegen die globale Beschleunigung der Gesellschaft und reichen bis hin zur Überprüfung des persönlichen Lebensstils (Klosterferien!). Man kann Geld bezahlen für seine persönliche Entschleunigung und sogar auch Geld verdienen mit radikaler Entschleunigung (siehe z.B. http://www.lenzwald.de/zeitlupe.html). Viele haben gut gemeinte Ratschläge: Auf die Bremse treten, Balance im Alltag, Meditation und Entspannung, Raus aus dem Alltag, Entspannung auf Zeit, Zeit gewinnen, innere Ruhe, Lebensglück, Yoga und Sabbaticals machen usw.
Leider sieht die Wirklichkeit aber etwas anders aus und niemand propagiert Verzögerung. Denn mit diesem Wort ist doch jedem sofort klar, dass er sich Verzögerung nicht leisten kann: Wer hat Zeit und Geld, sich ein Jahr nach Tibet, Australien oder eine Insel in der Südsee oder Thailand abzusetzen um über das eigene Dasein nachzudenken zu Gelassenheit zurück zu finden und seinen Lebensstil zu ändern? Eine Woche ins Kloster Einsiedeln aber ist nur ein Event und mehr nicht...
Entschleunigung ist also nichts als eine Modeerscheinung, ein schöner Traum, eine Fatahmorgana! Der Zeitgeist ist Beschleunigung und er fordert genau das Gegenteil von Entschleunigung ein. Ausser: Man(n)sucht sich vorübergehend einen Ort aus, wo der Zeitgeist noch nicht so westlich dominiert ist...
To be continued ;-)
Das Feedback von Angelo zu meinem Blog vom 4.1.08 über die Zeit finde ich so gut, dass ich mir erlaube, es hier 1:1 zu publizieren:
"Zeit ist Geld? Mathematisch betrachtet ist es eine Gleichung. Auf beiden Seiten das gleiche tun sollte also möglich sein, ist es aber nicht. Zeit kann nicht vermehrt werden, Geld schon. Geld kann man horten, Zeit nicht. Du kannst weitere Versuche unternehmen.
Richtig ist: Zeit ist Leben. Viel Zeit, viel Leben. Keine Zeit, kein Leben. Die Gleichung geht auf. Das Hier und Jetzt ist zeit-los und ewig. Es ist ja immer jetzt. Glück ist ein Gefühl das in dem Masse entsteht wie etwas glückt. Glückt es in Sache Seele wird das Glücksgefühl zur Glückseeligkeit. Da vieles ja auch nicht glückt, sind wir halt auch mal unglücklich. Wunderbar, nur darum wissen wir, wie schön es ist glücklich zu sein. Ein Weiser ist 24 h im Tag glückseelig und in Ekstase. Da mir das noch nicht gelingt; manchmal werde ich ziemlich wütend; also bin ich noch nicht weise. Da ich aber unsterblich bin, habe ich ja noch viel Zeit..."
Herzlichen Dank, Angelo!
08.01.08 / LIFE WILL GO ON...
Chris Isaak wunderbar melancholischer Song passt ausgezeichnet zum heutigen Tag... Aber:
Say goodbye knowing that this is the end
Tender dreams, shadows fall
Love too sweet, to recall
Dry your eyes, face the dawn
Life will go on
All day long thought that we still had a chance
Letting go, this is the end of romance
Broken hearts find your way
Make it through just this day
Face the world on your own
Life will go on, life will go on
There'll be blue skies, every true love
Someday I'll hold you again
They'll be blue skies in a better world, darlin'
Tender dreams, shadows fall
Love too sweet, to recall
Dry your eyes, face the dawn
Life will go on, life will go on
Broken heart find your way
Make it through just this day
Face the world on your own
Life will go on
04.01.2008 / ALLES HAT SEINE ZEIT!
„Ihr habt die Uhren – wir haben Zeit." Dieses wohl bekannte Zitat aus Afrika (oder eines Indianers, die Quellenangaben sind unterschiedlich… aber item) zeigt deutlich die verschiedenen Einstellungen zur Zeit. Bereits die Griechen haben anscheinend unterschieden zwischen chronos und kairos. Chronos ist die messbare Zeit.
Bei uns unterwerfen wir uns der messbaren Zeit (sogar die Pensionierten ;-). Wir machen minutengenaue Termine ab, schauen ständig auf die Uhr – alles muss zu einer ganz bestimmten Zeit bewältigt werden. Die messbare Zeit zwingt uns, das Leben in ein enges Korsett zu zwängen… Denn schliesslich: Zeit ist Geld. Doch mit der gewonnenen Zeit weiss man dann häufig nichts anzufangen; statt die Frei-Zeit zu geniessen werden möglichst viele „events" geplant (es muss ja auch in der Freizeit etwas los sein, nichts verpassen… Ablenkung – vor der eigenen Wahrheit.)
Die Afrikaner (oder die Indianer eben…) halten es eher mit Kairos, dem günstigen Augenblich – die willkommene Zeit. Während chronos die quantitative Zeit meint, so bezeichnet kairos die besondere Qualität der Zeit. Es ist der zu ergreifende Augenblick, auf den ich mich einlasse resp. in dem ich voll bewusst bin. Sich Zeit lassen – die Zeit erfahren und geniessen. Wer sich ständig dem Diktat des chronos unterwirft, der erfährt die Zeit nicht als etwas Willkommenes und Wohltuendes, sondern als Geisel. Im Bewusst-Sein liegt die Qualität der Zeit, d.h. im Augenblick erfahre ich die Zeit. Dann steht die Zeit vielleicht sogar ja mal still – und wir müssen am Ende des Jahres nicht immer wieder mit Bedauern sagen, dass (auch) dieses Jahr wieder sehr sehr schnell vorbei ging…
Warum also 2008 nicht vermehrt die Zeit bewusst wahrnehmen und den Augenblick spüren? Ab und zu innehalten – z.B. mit einer Ego-Party ;-)… oder einer Aus-Zeit. In Neu-Deutsch heisst das dann wohl Work-Life-Balance… PS: „Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will…" -> Wer wirklich Zeit gewinnen will, muss keine „Zeitstrategien" entwickeln – am meisten Zeit gewinnt der, welcher in jedem Augenblick ganz präsent (bewusst) ist.
So, das war nun die zeitgewinnende Zusammenfassung des obigen Blogs… ;-)
02.01.2008 / JAHRESWECHSEL (WENN DIE ZEIT VOM ALTEN JAHR INS NEUE JAHR HÜPFT)
(Gedanken von Prof. Dr. W. Kufferath von Kendenich)
Gerade, wo ich begonnen habe, diese Zeilen zu schreiben, ruft mich ein Freund an: „Du, ist dir das auch schon einmal passiert, ich komme von einer Geschäftsreise zurück, freue mich auf ein paar Tage in Ruhe, will in mein Haus an der Allmendstrasse, aber ich kann nicht rein." Meine neugierige Frage: „Aber wieso denn nicht?"
„Na ja, das Neue Jahr steht vor der Tür, so kann ich nicht hinein!" - „Blödmann du, mich so zu erschrecken!" Dabei ist dieser merkwürdige Neujahrsscherz gar nicht so dumm, denn es ist wirklich erschreckend, dass das Neue Jahr schon wieder vor der Tür steht. An den vergangenen 364 Tagen haben wir die Gegenwart verloren. Obschon wir uns im Alten Jahr ständig vorgenommen, morgen dann wenigstens ein paar Stunden auszuruhen und ganz wir selbst zu sein. Immer morgen. Da kam es nie dazu. Verlorene Gegenwart. Es ist schon so, wir tun uns schwer mit der Gegenwart, sehr schwer. Denn sie stellt sich nie ein, sie will nie da sein. Und zu allem Verdruss müssen wir erkennen: Sie ist nie da, denn sie kann nie da sein. Sie ist ein Konstrukt in unserem Gehirn. Im Moment des Denkens der Gegenwart konstruiert sie sich in unserem Gehirn und gibt vor, wirklich zu sein, so wirklich wie eine Realität. Aber sie ist keine Realität, ihre Wirklichkeit ist in Wirklichkeit nicht wirklich, sie kann streng genommen nur als ein zeitloser Punkt gedacht werden. Als ein Punkt, der keine zeitliche Ausdehnung hat.
Wie wenig man auch denken mag, denken braucht immer Zeit, wie wenig auch immer, jedenfalls mehr als die Zeit null des zeitlosen Punktes. Darum ist es dem Gehirn nicht möglich, die Gegenwart zu denken. Gegenwart ist realitätslos. Um sich so etwas Quasi-Gegenstandsloses vorzustellen, muss man sich etwas vormachen und aus Vergangenheit und Zukunft jeweils einen kleinen Abschnitt abtrennen und dann die beiden kleinen Abschnitte zusammenschweissen und inkorrekterweise mit Gegenwart benennen. Gegenwart ist eine Lüge. Und unser Leben kann nicht anders, als sich in einer Aneinanderreihung von vielen nicht existenten Gegenwarten zu vollziehen. Heisst das, wir leben in der Lüge? In diesem Sinne schon. Wir leben in etwas, dass wir uns vormachen. Daran ist nicht vorbeizukommen.
Gegenwart ist ein wenig von noch als gegenwärtig gedachter Vergangenheit, zusammengeknüpft mit ein wenig von schon als gegenwärtig gedachter Zukunft. Nehmen wir es genau, so bleibt uns nichts anderes, als jeden Augenblick in einer gedachten Zeit zu leben, die sich gerade zur Vergangenheit abschliesst und die sich gerade ein Stücklein Zukunft erschliesst. In Wirklichkeit leben wir somit ohne Gegenwart, und das ist tatsächlich die wirkliche Wirklichkeit. Wir sind gezwungen, ohne Wirklichkeit des Gegenwärtigen zu leben.
Könnte das einen Grund haben? Sehr wohl. Wenn es die Gegenwart nicht geben kann, sagen wir, weil ihr keine zeitliche Existenz zufällt, dann kann die Evolution die Gegenwart in keinem Lebendigen verankert haben. Evolution legt dem Lebendigen nur jene Eigenschaften zu, die sich im Prozess von Mutation und Selektion am tatsächlich Vorhandenen, Gegebenen, Wirklichen herausbilden können. Keine Gegenwart auf Erden heißt keine Wahrnehmung von Gegenwart, kein Erfahren von Gegenwart, kein Denken von Gegenwart durch das Lebendige. Nur Konstruieren eines Begriffes Gegenwart möglich. Wir sind gegenwartslos. Das ist unser Problem. Ist das der Grund, warum wir immer aus einer kaum verstandenen Vergangenheit agierend herausrennen in eine kaum zu verstehende Zukunft, und die notwendige Rast, anzuhalten, Atem zu holen, zu überdenken, nie finden können, weil Rast in sich Gegenwartscharakter trägt?
Ist es das, was uns das Leben so schwer macht, weil wir durch eine Besserung fordernde Vergangenheit in eine Besserung versprechende Zukunft getrieben werden, ein Prozess, der in der Gegenwart kein Halten, kein Einhalten, kein Halt, keinen Halt findet. Wir sind getrieben in einer lügenhaften Gegenwart, die ob der Lüge keine Gegenwart ist. Unser Gehirn täuscht uns Gegenwart vor, als ob wir uns in ihr wie im Schatten einer in ihr vermuteten Sicherheit niederlassen könnten. Und mit zunehmendem Alter sind wir in der zweiten Täuschung, nämlich darin gefangen, dass die nicht existierende Gegenwart zeitlich immer kürzer wird. Da wir keinen Halt finden, müssen wir weiterrennen. Ein gegenwartsloser Sisyphus, rennend auf einem endlichen Weg, der sich hinter ihm abtrennt, um sich vor ihm wieder anzuhängen.
Obwohl der Weg endlich, bleibt er endlos. Bis Sisyphus stürzt und liegenbleibt. Was können wir tun? Wir müssen uns in einer Welt von Ungenauigkeiten und Unrichtigkeiten, von behaupteten und konstruierten Wahrheiten bewegen und den ständigen Lauf aus der Vergangenheit in die Zukunft nur dann zu einem sinnvollen Leben gestalten, wenn wir unter allen Umständen und in jedem einzelnen Fall äußerst kritisch sind, nicht unkritisch einem laut angepriesenen, vermeintlich guten Weg folgen. Äußerste persönliche Wachsamkeit ist uns abverlangt. Denn schon immer regiert ein unendlich fragwürdiges, verwerfliches Motto die Welt: Es muss nicht wahr sein, aber klar sein. Dagegen kann sich der Mensch nur mit höchster Wachsamkeit schützen. Würden alle in dieser Wachsamkeit Zukünftiges in Vergangenes wandeln, dann hinterliesse die dann folgende Zukunft eine bessere Vergangenheit, weil sie selbst besser wäre. Unsere Wachsamkeit wäre sehr viel größer und leichter aufrecht zu erhalten, würden wir immer eingedenk sein, dass unsere persönliche Zukunft irgendwann keine Zukunft mehr hat. Wachsamkeit und kritisches Bedenken lassen sich nicht auf ein Morgen verschieben. Jahreswechsel, wenn die Zeit vom Alten Jahr ins Neue Jahr hüpft. Dazwischen keine Gegenwart...
27.12.07 / ÜBER DAS ALLEIN SEIN
ALLEIN SEIN ist nicht das Selbe wie ALLEINSEIN... " Allein sein ist deine Natur. Du bist allein geboren, du wirst allein sterben und du lebst allein, ohne es wirklich zu verstehen, ohne dir dessen ganz bewusst zu sein. Du verwechselst Alleinsein mit Einsamkeit; das ist ein Missverständnis. Du genügst dir selbst. Die Übergangsperiode ist wegen alter Angewohnheiten ein wenig schmerzhaft und schwierig, aber sie wird nicht lange dauern.
Um diese Zeit zu verkürzen und sie erträglich zu machen, ist es am besten, das Alleinsein mehr und mehr zu geniessen. Du kannst das Alleinsein immer stärker machen. Dein ganzes Bemühen muss sehr positiv sein. Unterstütze und nähre dein Alleinsein mit allem was du hast, lass deine ganze Liebe hineinfliessen, dann wirst du erstaunt sein, dass die Zeiten, in denen du traurig und schlecht gelaunt bist, immer seltener werden, weil du keine Energie mehr für sie hast und sie nicht länger willkommen heisst.
In Wahrheit kann nur ein Mensch, der allein sein kann, auch mit anderen sein, denn für ihn ist es keine Notwendigkeit. Er ist kein Bettler, er will nichts von dir haben - nicht einmal deine Gesellschaft. Er ist ein Gebender. Er lässt andere an seiner überfliessenden Freude, seinem Frieden, seiner Stille und seiner Glückseligkeit teilhaben. Dadurch bekommt Liebe ein vollkommen anderes Aroma, wird sie zu einem 'Teilhabenlassen'. Und wenn beide Partner die Schönheit des Alleinseins kennen, kann Liebe ihr höchstes Potenzial verwirklichen - was nur sehr selten möglich war. Dann reicht sie bis zu den Sternen.
Alleinsein heisst nicht, dass du nicht mit anderen sein kannst. Es heisst nur, dass du mit den anderen auf eine völlig neue Weise zusammen bist; auf eine Weise, die weder Leid noch Unglück erzeugt, die keine Konflikte kennt, die weder auf direkte noch auf indirekte Weise der Versuch ist, den anderen zu beherrschen, zu verklaven. Und weil es nicht aus der Angst kommt, ist es das reine Leben."
aus: Osho - The New Dawn
Zwei meiner Lieblingsfragen in den letzten Monaten lauten:
• Was ist eigentlich der Unterschied zwischen „Zufriedenheit" und „Glück"? Gibt's da überhaupt einen Unterschied? Oder ist Glück bloss ein flüchtiger Augenblick, der rasch wieder einer allgemeinen Zufriedenheit weicht?
• Und was ist denn genau ein „Lebenskünstler"? Jemand, der sich bewusst auf die „Sonnenseite des Lebens" stellt und nach dem Motto „Take it easy – wer Sorgen hat ist selber schuld" lebt? Oder jemand, der ständig unterwegs (auf seiner Lebensreise) ist…?
Die Antworten habe ich immer noch nicht gefunden. Ein Zitat von Paul Celan (ein deutschsprachiger Lyriker) bietet sich aber als mögliche Antwort auf beide Fragen an: „Schwerer werden. Leichter sein." Denn in diesem Zitat sind die Polaritäten angesprochen. Die Polaritäten nicht auszuschliessen, sondern immer wieder zu versuchen in einer guten Balance zu leben, das ist doch – in einem ersten Schritt – wirklich eine Kunst!
Im zweiten Schritt geht's dann darum zu reflektieren, was wirklich einen persönlichen Wert im Leben hat – und was nicht.
Und im dritten Schritt sollte man(n) dann einfach konsequent – wenn nötig – den unnötigen Ballast abwerfen. Hey, aber das ist nicht so ganz einfach! Wer glücklich (und nicht einfach nur „zufrieden") als Lebenskünstler leben will, muss nicht zuerst die ganze Welt bewegen, denn Glück und Unglück haben ihre Ursache im eigenen Leben. Die Wünsche (z.B. ein Lebenskünstler sein…) und die Ängste (vom Glück verlassen zu werden) tragen wir alle in uns selber. Ich bin ich. Bei Crowded House (eine meiner Lieblingsbands) tönt das übrigens so: „You always take the weather with you…".
Nachstehend einige (primär von Anselm Grün) gesammelte Gedanken, wo denn nun also der Kern des Glücks und des Lebenskünstlers sein könnte:
• Mache dir nichts vor. Sei der du bist – aber kreise nicht ständig nur um dein Ego!
• Akzeptiere, dass du kein Held bist – und nimm dich nicht so wichtig (das ist mir ganz besonders auf der diesjährigen Reise in China aufgefallen: „Diese Enge diese Zwänge, das Gedränge in der Menge – und Du bist ein Niemand!").
• Arbeite an deinen Schwächen – aber verbeisse dich nicht in sie und lasse sie lieber los (das wäre einmal ein neuer Personalentwicklungsansatz anstelle von „arbeite an deinen Stärken, denn auch wenn Du die Schwächen ausmerzt wirst du höchst durchschnittlich sein"!)
• Akzeptiere deine Gegensätze – denn nur wer es mit sich selbst aushält, kann auch mit anderen auskommen.
• Entziehe dich den Erwartungen, die andere an dich stellen – lebe selbst und lasse dich möglichst nicht von äusserem Druck bestimmen und leiten („never take a job you can't afford to lose!")
• Passe dich nicht an, sondern höre in dich und suche den Einklang in dir. Für deine Harmonie und dein Glück bist nur du selber verantwortlich – und nur wenn Du es gefunden hast, kannst du es ausstrahlen und auf andere übertragen. („Lebe – und liebe!")
• Aktzeptiere (wenn möglich: gelassen) die Begrenztheit des Lebens. Gerade die Tatsache, dass das Leben nicht unendlich lang ist, macht es bewusst und wertvoll. Diese Begrenztheit zwingt dich nicht, Leben krampfhaft als „letzte Gelegenheit" zu sehen und so viel wie möglich zu erleben und „hinein zu ziehen". Das Schwere wird leicht, wenn der Gedanke an den Tod noch das Gefühl der Dankbarkeit hervorruft, dass ich leben darf und mich achtsam dafür macht, dass ich ab sofort bewusster lebe…
• Gib der Arbeit Sinn – aber gehe nicht in ihr auf. Auf die Balance kommt es an im Leben! Nütze die Zeit, um dich (und andere) zu finden. Verlier dich nicht im Alltagsstress.
• Suche die Stille, denn wer sich wandeln will, wer reifen und wachsen möchte braucht den Raum der Ruhe. („Gib der Seele Atem.")
• Alles kann zur Chance werden – lass dich nicht von Niederlagen und Verlust niederdrücken.
• Sorge dich nicht, lebe jetzt. Sei ganz im gegenwärtigen Augenblick – und geniesse ihn. Sei nicht ständig woanders, sonder hier, bei dir, bei den Menschen die dir nache stehen, bei dem was gerade wichtig ist. Klammere dich nicht an das, was einmal war – lass gut sein.
„Schwerer werden. Leichter sein." Beides kann zusammen gehen. Die Kunst liegt darin, offen zu sein für beides und die Balance zwischen den Polen immer wieder neu zu gewinnen. Das Glück kann man im Alltag finden, im Hier und Heute – nicht vertröstet auf irgendwann, im nächsten Leben…
Glücklich- und Unglücklichsein heisst für mich auch, achtsam sein auf die Momente, in denen Ewigkeit in die Zeit einbricht, in denen alle Hektik aufhört und alle Gegensätze auf einmal aufgehoben sind. Wer das realisiert, kann anders leben!
Liebe Freunde und Bekannte, geschätzte Unbekannte meiner (Ferien-)Homepage!
Seit Beginn dieses Jahres, wo ich – aus Anlass eines bevorstehenden Sabbaticals – diese Homepage eröffnet habe bis zum heutigen Tag hat sich einiges in meinem Leben verändert. „Phanta rei" – alles fliesst...
„Alles ist Veränderung, das Leben ist Veränderung" wirst Du jetzt vielleicht sagen. Das stimmt natürlich. Aber es ist eine Frage der Wahrnehmung, eine Frage der Haltung auch, wie man Veränderungen wahrnimmt und erkennt. In den Reisewochen – vor allem in China, wo ich die allermeiste Zeit alleine war, ausgeschlossen von sozialen Kontakten und Austausch (primär wegen Sprachproblemen) haben sich mir einige neue Gedankenwelten erschlossen, welche zwar für diejenigen, welche mich kennen, nicht unbedingt spektakulär oder revolutionär klingen mögen, in der Essenz für mich aber trotzdem ein gewisses Umdenken in meinem Leben ergeben. Keine riesigen und radikalen 180-Grad Veränderungen zu einem total neuen Menschen, aber kleine subtile Denkanstösse an meine bisherigen Verhaltensmuster.
Ich bin nicht glücklich damit, heute wieder „Single" zu sein – aber es eröffnet neue Perspektiven und gibt mir neue Freuräume mich selber zu entdecken. Ich bin nicht zweihundert Prozent glücklicher als zu Beginn der Lebensreise (NB: die berühmte Frage: Bin ich glücklich oder einfach nur zufrieden mit dem Leben…?) – aber ich beobachte und lebe intensiver in meinen Gefühlen. Das ich ein kopflastiger, Verstandes- und Vernunftsmensch bin – das habe ich schon tausend Mal gespiegelt erhalten, das ich nichts Neues. Dies ist auch ein Teil von mir, welchen ich nicht einfach ablegen kann (will). Doch wie ich verstärkt die zweite und dritte Ebene (Intuition und Spiritiualität) in mein Leben integriere, verändert mich – vielleicht nicht für alle sichtbar und äusserlich, bestimmt aber innerlich.
Viele Anregungen erhalte ich dabei auch aus meiner laufenden Coaching Ausbildung. Statt immer zu fragen „Worum geht es? (Ist); Was ist das Ziel? (Soll); Wie soll es erreicht werden? (Weg)" – wie es ziel- und lösungsorientierte Menschen tun… - könnte man(n) auch einmal fragen: „Wer bist Du? Was willst Du? Warum willst Du das?"… Das Persönliche, so haben wir gelernt, verwischt die Sachlichkeit und Objektivität. Aber: Es gibt diese emotionsfreie Sachlichkeit und Objektivität im menschlichen Denken gar nicht. Gefühle und Intuition treiben ihr „Unwesen", ob der Geist dies zulässt oder nicht…
In diesem Sinne wünsche ich Dir eine intuitive, spirituelle vorweihnachtliche Zeit und freue mich auf den nächsten persönlichen Gedankenaustausch mit Dir!
Herzlich,
:-) Dänu
17.07.07 / BETRACHTUNGEN ÜBER EINE SEKUNDE
„Weisst Du, wieviele Jahre es braucht, bis eine Atomuhr eine Abweichung von einer Sekunde hat?" fragte mich Priska letzthin. „Ich würde sagen" – so schätzte ich völlig ahnungslos – „etwa 20 Jahre!?" Die Antwort bestätigte meine Unwissenheit brutal: Rund 300'000 Jahre! Bisher dachte ich immer, eine Sekunde sei bloss ein winziger Bruchteil, ein Momentum so quasi, welches bereits vorbei ist kaum es begonnen hat… Einundzwanzig, zweiundzwanzig – fertig!
Seit ich von Priska also nun diese wirklich wichtige Information über die Ungenauigkeit einer Atomuhr habe (…), ist eine Sekunde mehr als bloss eine Sekunde für mich. Eine Sekunde prägt sich fortan als Symbol für die gleichzeitige Undendlichkeit (und das sind 300'000 Jahre in meiner beschränkten Vorstellungskraft nun halt einfach mal!) und die Kurzlebigkeit der Zeit in meinen Gedanken ein. Eine Sekunde „Leben" kann somit zum Beispiel gleichzeitig ungeheuer lang, aber auch unglaublich kurz sein – es ist alles eine Frage der Betrachtung bzw. der Relativität…
Wenn ich also 80 Jahre alt werden will – und das ist ja mein erklärtes Ziel, bei guter Gesundheit versteht sich – so habe ich ab jetzt noch genau 1'259'193'600 Sekunden Zeit, mein Leben in vollen Zügen zu geniessen. Unendlich viel Zeit! Andererseits haben jetzt sowohl ich wie auch Du beim schreiben resp. lesen dieser Zeilen je rund 40 Sekunden von unseren kostbaren Leben mit solch bedeutungslosen Gedanken verschwendet – eigentlich unglaublich viel Zeit… :-)
Liebe Freunde und Kollegen!
(es gilt die männliche Form natürlich auch für das weibliche Geschlecht...)
Schon bin ich nun also fast wieder seit einem Monat in "heimischen Gefilden"... Die Erinnerung an die vergangenen drei Monate ist jedoch noch sehr präsent. Andererseits hilft es der sozialen und beruflichen Integration in die hiesigen Spielregeln nur "sub-optimal", wenn man(n) sich zu sehr in der Vergangenheit bewegt. Die Synthese der vielen Reiseerfahrungen (und der getroffenen Vorsätze) mit dem täglichen Leben ist deshalb das nächste erklärte Ziel. Wie das gelingt, verrate ich Euch in den nächsten Wochen periodisch auf dieser Seite...
--> Um die schönen Reiseerinnerung nicht zu vergessen, aber doch etwas in den Hintergrund rücken zu lassen und somit offen für neue Themen zu sein, habe ich auch die Reiseberichte in einen neuen Ordner namens "Sabbatical 2007" gezügelt. Im Fotoalbum ist weiterhin ein Vorgeschmack für die sich momentan in Bearbeitung befindende Fotopräsentation zu sehen. Und natürlich freue ich mich auch weiterhin über Feedbacks und Gästebucheinträge...!
Herzliche Grüsse (diesmal ganz unspektakulär aus Bern...)
:-) Daniel


