Newsletter 8 / Nepal und Tibet (02.09.2006)

English version see below.

Als wir am 4.8.06 von Bangkok nach Kathmandu flogen, wussten wir gar nicht, was uns erwarten wuerde. Anders als in den vorherigen Laendern kauften wir uns diesmal keinen Reisefuehrer. Das einzige was wir wussten war unser Hotel und, dass wir am Flughafen abgeholt wuerden...
In den ersten Tagen lernten wir Kathmandu und seine Bewohner kennen. Und wie es der "Zufall" auch wollte, lernten wir Shakti kennen. Er zeigte und fuehrte uns durch Kathmandu. Wir besuchten den beruehmten Tempel "Eys of Justice / Augen der Gerechtigkeit" (siehe Fotos auf der Website), den Monkey Tempel und die Verbrennungsstaette. Eines der schoensten Erlebnisse war jedoch das Beiwohnen einer 3-stuendigen Zeremonie. Das ganze wurde vom obersten Lama, direkt nach dem Dalai Lama, gefuehrt. Mit Musik, Gesang und tiefer Hingabe verflogen diese 3 Stunden wie nichts. Ein weiteres Highlight war ein gemeinsames Essen bei Shakti's Tante. Zuerst gingen wir auf den Markt Gemuese und Fruechte kaufen danach schaelten und kochten wir es. Was natuerlich nicht fehlen durfte war das gemeinsame Essen mit den Fingern!! Von Kindheit an lernen wir mit Besteck zu essen und vergessen das natuerlichste - naemlich das Essen mit den Fingern. Sah sicher lustig aus - unsere ersten Gehversuche mit dieser Art eine Speise zu essen. Das muesst ihr mal ausprobieren! Gut, vielleicht nicht gerade beim Fondue

Was danach folgte war bedeutend weniger lustig. Wir buchten eine 14-taegige Trekking Reise nach Tibet. Das war noch i.O. Nach dem folgenden Mittagessen in einem sehr guten Restaurant war's dann vorbei mit der Heiterkeit. Sandra bemerkte schon waehrend dem Essen, dass etwas mit einer Speise (Malai Kofta) nicht gut war. Im spaeteren Nachmittag lag Patrick mit 40 Grad Fieber im Bett. So sah sich Sandra gezwungen ihn Notfallmaessig ins Spital zu bringen. Nach einer 3-stuendigen Behandlung stellte sich heraus, dass Patrick eine Lebensmittelvergiftung hatte!! Und das eine Woche bevor wir nach Tibet reisten!
Mit der Erholung happerte es anfaenglich, aber 2 Tage vor der Abreise war alles vorerst bestens. So starteten wir ein weiteres Abenteuer - mit dem Vorhaben den heiligen Berg Kailash zu umrunden. Fuer viele Hindus und Tibeter ist dies zugleich eine Pilgerroute. Einmal den Berg zu um runden loescht die Suenden eines vergangenen Lebens.
Was wir in den naechsten 14 Tagen erlebten und sahen war absolut einzigartig. Zuerst einmal die Landschaft, die war abwechslungsreich wie wir uns es nicht vorgestellt hatten. Tibets Plateau ist ueber 4000 Meter ue/M. Da sind 7000er nicht selten aber auch tiefe Taeler, Sandduenen, karge oder grasgruene Flaechen und natuerlich schneebedeckte Bergzipfel. Erwaehnenswert ist auch die Tier- und Vogelwelt; es gibtl viele Yaks, Hamster!!, Hasen, Antilopen, Adler, Baeren, Schneeleoparden etc.... Einfach wow.....
Zu unserem Glueck hatten wir 3 sehr nette und hilfsbereite Leute an unserer Seite. Ein Fahrer, der es mit Alonso und Schumacher auch aufnehmen koennte. Keine noch so schlechte Strasse war ein Hinderniss fuer ihn. Manchmal mussten wir uns die Strasse denken, weil sie vom Regen weggewaschen wurde. Ein Koch, der gut in einem 5 Stern Hotel angestellt sein koennte. Er zauberte mit den einfachsten Hilfsmittenl Menus hervor, einfach unglaublich. Und da waere noch der Guide, der uns so manches ueber Kultur, Geschichte und Gebraeuche erzaehlen konnte. Leider bemerkten wir auch wie schwer es Tibeter in ihrem Land haben. Ueberall werden sie von den Chinesen behandelt als waeren sie Dreck (Free Tibet!!). Das regt zum Nachdenken an. Wir fuer unseren Teil, werden das naechste Mal beim Kauf eines Produktes schauen wo es herkommt! Gut fertig mit der Politik und zurueck zu unserer Reise...
Nach ein paar kurzen Wanderungen mussten wir uns jedoch entschliessen, das mit der Umrundung des Berges sein zu lassen. Patrick fuehlte sich immer noch zu schwach. Die Luft war zeitweise so duenn, dass wir sogar beim Essen nach Luft schnappen mussten!! Trotzdem, was wir sahen und erlebten waehrend unserer Reise in Tibet, werden wir noch lange in unseren Herzen behalten. Die Leute leben mit den einfachsten Mitteln, ohne Strom und fliessend Wasser. Ein grosser Teil lebt sogar noch in Zelten und zieht umher...

Gegen Ende August erreichten wir die nepalesische Grenze und so hiess es Abschied nehmen von unseren 3 Begleitern . Es waren wunderschoene Momente und Erfahrungen, die wir nicht missen wollen.
Zurueck in Kathmandu warten wir nun auf unser Indien Visum. Am 3. September geht es weiter nach Varanasi (Indien).

Also, bis zum naechsten Newsletter...

Alles Liebe

Sandra und Patrick

English Version

On the 4. August we flew from Bangkok to Kathmandu. This was the first time we travelled in a country without a guid book and knowledge about it. This was also the first hindu country which we had ever travelled to. So, almost everything was new. The only thing we knew was our hotel for the first 3 nights. We were caught up at the airport by a hotel member and this was our luck. After we went out of the airport building, we were confronted with 10 to 15 haunted taxi drivers. But luckely we had already our dirver :-)
The first couple of days we met some very nice local people. Shakti, a nepalesi trekking guid, who lived for 3 months in Switzerland, invited us to a lunch. We went to a local market to buy the vegetables and fruits. That was very funny for us and for the people behind the stalls, too.
Back at his aunt's place we cooked a typical nepal meal. And of course, we ate with our fingers - the first time since decades.
The next 7 days were unfortunaltely not so nice. After we had lunch in a restaurant Patrick had to go emergency to hospital. He got a food poison and had more than 40 degrees fever. Despite of being in a 3rd world country they have luckely good educated doctors. 3 hours later the treatment was over and we could go back to the hotel but he had to take a lot of medicines. This was absolutely the wrong moment because just a day before we signed up for a 14-days trip to Tibet. Two days before the departure of this trip Patrick felt much better and better.
So, we decided to go to our privat tour to the holy Mt. Kailash. What we experienced the next 14 days was out standing. Beside staying in guesthouses we also stayed in tents and that between 3700 - 5000 meters above sea level!! During the day we had 20 to 25 degrees. But at night there were only a few degrees above the freezing point.
The wildlife (yaks, hamsters, wild horses, dunkys, sheeps, goats, birds, antelopes, etc) and the landscape was something we had never seen before - not even in some movies. Our tibetian guid introduced us in some customs and told us a lot about their country. We also felt the dislike from the Chinese goverment to the Tibetian people. They usually treated them like shit. But this is an other story....(We know that not all Chineses are like that!)
After some short walks on 4000 meter above the sea level we decided not to do the kora around the Mt. Kailash. We were told if we would do it we will delete our sin from a life time. But Patrick felt still weak especially on this altitude. Nevertheless it was something which blew our mind again.
To see how basic these people are still living was impressive. They still have some nomades which live in tents and look after their animals during the day.
At the end of August we reached the boarder to Nepal again. But we will never forget what we saw and experienced the last 14 days.
From the boarder we went to Kathmandu again to get the visa for India.

The last 14 days were really something unexpected. A really roller coaster in our lifetime.

If you would like to know more about our experience in India, then wait till the next newsletter...

In love

Patrick and Sandra