Bali (Indonesien)

24. Dezember 2005 / Merry X-mas
 
Wow, huet isch de erschti Wiehnachtstag und euse erschti Tag uf Bali!
Gester i de Nacht simmer mit ere rechte Verspoetig nach Mitternacht uf Bali acho und haend drum huet Morge mal ordentlich usgschlafe. Mier sind inere uh schoene Hotelalag mitere tolle Poollandschaft, umgaeh vome tropische Garte, glandet. S'ganze Resort isch im balinesische Stil baut. Es wunderbars Plaetzli, fuer "Ferie vo de Ferie" :-)  
Nachm usschlafe simmer chli go s'Hotel erkunde und s'erschti Mal da an Beach. Natuerli schoen brav under de Sunneschirm! Churz danach hemmer im Zimmer en Apero zu eus gno, uf eusi Liebe diheime agstosse und sind daenn go Znacht esse.
 
Mer haend de erschti Wiehnachtsabig in wunderbar romantischer Atmosphaere verbracht, Candlelight, live Pianomusig, warmi Luft, s'Meer grad nebed dra. Herrlich! Und s'Galadinner isch eifach sensationell fein gsi! Natuerlich haet eus de Santa Claus no bsuecht, eus aber noed in Sack gsteckt! Mier haend de Abig total gnosse und es isch schoen gsi, mal inere spezielle Umgebig, ime fremde Land und vorallem im Warme (ja, mier haend wuerkli heiss gha bim Znachtesse) Wiehnachts z'verbringe.

 

28. Dezember 2005 / balinesische Tanz
 
Huet haets praktisch de ganzi Tag gregnet und mier sind noed gross zur Hotelalag use gange. Aber defuer isch euse Abig um so schoener gsi: mier haend eus im Hotel fuer en "balinesische Abig" agmeldet und es feins indonesische Buffe doerfe gnuesse. Dezue hemmer zum erschte Mal de Barong-Tanz choenne gseh. Fuer eus ischs eher e Art Theater gsi, miteme wilde Tier (Leu - ebe de Barong) und vielne liebe und boese Figure. Barong isch e Art Kampf zwuesched Guet und Boes und wird au huet no i gwuessne Doerfer zur Uustriebig vo de Daemone agwendet. Zeme miteme spezielle Gsang ergit das e faszinierendi Uffuehrig.
 
Uebrigens: sobalds dusse dunkel wird, ertoened us allne Egge und Buesch so fremdi Luut, wo mier vorallem i de erschte Nacht noed haend choenne zuewiise. Zwuescheziitlich wuessed mier, dass das Froesch sind. Mier werded da also jede Abig vo Froesch quasi "in Schlaf quackt" :-)
 
 

30. Dezember 2005 / Inselusflug
 
Huet am Morge ischs losgange uf euse Inselusflug. Zeme mitm private Fahrer Rahnu. Zerscht simmer e Batikfabrig goge aluege und haend dete grad euse Sarong, sprich euses Strandbadetuech und "Tuechli fuer alles", poschtet. Isch faszinierend, mit was fuerere Sorgfaeltigkeit all die Muster sehr ufwaendig uf de Stoff zeichned und die nachher daenn zu Sarongs, zu Badtuecher, Chleider, Bilder, Handbags, Tischtuecher, Schueh, Huet etc.etc., verarbeitet werded.
 
Nacheme churze Bsuech inere Silber-Fabrik simmer daenn de Pursa Besakih goge aluege. Das isch s'wichtigschte Heiligtum vo de Balinese und de Muettertempel. Mer seit, wenn mer de Tempel gseh haet, heg mer alli gseh. Nachdem mer doch vor allem in Thailand vieli Tempel besichtigend haend, isch eus das grad recht gsi.
Das mier en Sarong haend muesse alegge, hemmer gwuesst. Da isch eusi neuschti Errungeschaft scho zu erschte Iisatz cho. Chum sind mir zum Auto usgstiege, sind 2 Fraue z'gumpe cho, haend eus gseit mier muessed en Sarong alegge und eus no en Baendel und fuer de Thomas en Art "Huet" aneghebed. Denn isch Diskussion losgange, mier hetted das alles muesse kaufe. Sarong hemmer ja scho gha, und das andere hemmer natuerli noed welle chaufe. Es isch ruckzuck gange und mier sind ikleided gsi und es haet nomal gheisse, "you have to buy. If you don't buy, you can not visit the temple.". Zum Glueck hat d'Petra churz vorher gseh, dass Tourischte zum Tempel uscho sind ohni de spezielli Baendel und ohni "Huetli". Mer haend aber halt noed welle so si und  eus drum daenn geiniged mit dene Fraue, dass mier das lediglich mietet und nachher retour gaend. Ok, simmer zum Iigang cho, wo  euse Tempel-Guide  erwartet haet.  Er haet eus vieli spannendi Sache verzehlt, vieles erchlaert und eus daenn no zeiged, wie das mit de Opfergabe funktioniert. Dadezue simmer ime Tempel inegsi, wo au Nicht-Glaeubigi anechoennd. Mer muen wuesse, I dem Muettertempel gits ungefaehr 30 chlinere Tempel, das isch alles e riesigi Alag. Uf jedefall ischs daenn ums Opfer "money" gange. Er haet eus erklaert, dass das Geld noed fuer ihn persoenlich sondern fuer de Tempel segi. De Fuehrer haet denn gseit, die einte Luet gebed 20-30 US Dollar, die einte au chli meh. Waehred mier noed scho am Bode gsaesse, hets eus umghaue! Mer sind daenn so unanstaendig gsi und haend lediglich 2 US Dollar gaeh (uf Bali wird immer wieder in Dollar zahlt, noed nume in Indonesische Rupiah), was mer daenn au ziemlich s'gspuere uebercho haend "but sir, this is only 1 Dollar per person. Please give more". Hemmer aber noed gmacht, unanstaendig wie mir sind...
De Tempel-Guide haet eus daenn am Schluss grad nomal gnervt wo er vo eus Trinkgeld verlangt haet "the gouverment does not pay me, I get no money. You have to tip me, please give me some money". Mer muend da glaubs noed erwaehne, dass er kei Trinkgeld vo eus uebercho haet. Das isch wuerkli unanstaendig gsi vo eus, aber mer haends eifach noed richtig gfunde wie er mite eus umgange isch....
D'Zeremonie  i  de Tempelalag selber haet eus chli fuer die Situation entschaediged und mier haend vieli Balinese i  de schoene Chleider gseh wo Opfergabe an Zeremonie-Ort treit haend. Dete debidsi isch eus noed erlaubt gsi, will mier Uslaender sind.
 
Die ganz Situation haemmer daenn eusem Fahrer em Rahnu verzehlt und er haet nu glached und gseit, heged mier richtig gmacht. Die Tempel-Fuehrer da seged mengmal so unanstaendig zu de Tourischte, da muessi er sich amigs richtig schaemme.
 
Nebed em Tempel simmer no de Affewald goge aluege, en grosse und interessante Wald wo d'Affe drinne wohned und um d'Mensche umespaziered. Natuerli hemmer die mit de Banane chli gfuettered. Ein Aff isch sogar so frech gsi, und haet de Petra direkt usm Hosesack e Banane gholt!
Selbstverstaendlich hemmer au no eis vo de balinesische "Wahrzeiche" choenne gseh, Riisfelder. Wunderschoen, die Riisterrassene.
 
Alles i allem en wunderschoene und vor allem spannende Tag. Mier haend einigs vo de Insle gseh, vieli Doerfer choenne aluege und meh vo de Kultur mituebercho. Mued und voller Iidrueck simmer daenn am Abig im Hotel retour gsi und nacheme feine Znacht i de Strass vor em Resort bald go schlafe.


31. Dezember 2005 / ** HAPPY NEW YEAR **
 
Wow, was fuer en Silvester!
 
Petra haet ihres einzige schicke Chleidigsstuck azoge und de Thomas sini lange schwarze Hose und so haemmer eus uf de Weg gmacht is Restaurant.
Mier sind ame 8er Tisch gsaesse und direkt nebed eus es jungs Paerli usm Kanton Zuerich, Daniela und de Martin. Links vo eus es aelters Ehepaar us Perth (so en Zuefall aber au!). Die haend eus natuerli vieli Tipps fuer eusi naechschti Destination geh. Mier haend eus de ganzi Abig bzw. die ganzi Nacht praechtig amusiert und eus quer durch d'Welt gaesse: Sushi, Kaes-Buffet, verschiedeni Pasta (Petra hat Freud gha!), asiatischi Menus i allne Variante, Risotto, Steak, Pork (2 Exemplar sind i voller Groessi ufm Grill glaege), Gaens, es grosses Salatbuffe und last but not least: es riesigs Dessertbuffet!
S'Galadinner mit de Uffuerig vom Legong-Tanz isch genial gsi! De Tanz isch unglaublich faszinierend, wie die Fraue i ihrne schoene und bunte Chleider sich beweged, d'Figure wo sie mit de spezielle Haltig vo ihrne Finger unterstriched, wuerkli schoen.
 
Abm 23h haet e Band agfange internationali Song spiele und bald scho sind vieli Luet am tanze gsi. Churz vor Mitternacht haet daenn s'Personal bunti Huetli und so e Art "Trompete" verteilt. Es haet sich daenn so ergaeh, dass mir beidi grad vorem Jahreswechsel uf de Buehni am tanze gsi sind und so simmer denn singend und umegumpend inmitte vo vielne froehliche Mensche us aller Welt is 2006 grutscht!
 
Mit de Daniela und em Martin simmer chli sitze bliebe und haend glached und diskutiert, no chli Laerm gmacht mit eusne "Trompetene" und sind daenn – natuerli als letschti Gaescht- um die 3h gange.
Mier haend no erfahre, dass eusi neuschti Bekannschaft am 4. Januar ines anders Hotel uf Kuta wechsled. Es isch sowieso planed gsi, a eusem "Reise-Jubilaeums-Tag" am 5. Januar uf Kuta zgah (dete gits anschiinend es Restaurant wo ame Schwiizer ghoert). So haemmer grad abgmacht, dass mier eus dete ganz sicher tuend treffe.
 
Petra haet uebrigens no es Nachtesse fuer 2 Persone, inkl. Getraenk, ime edle italienische Restaurant gwunne. Under ihrem Stuehl isch de Guetschii klebed, als chlises Gschenkli vom Hotel. Sie haet natuerli total Freud gha, will sie ja suscht nie oeppis gwuenne tuet. Ja und so simmer daenn irgendwenn ziemli mued aber gluecklich igschlafe i eusem Zimmer womer scho e ganzi Wuche drin wohned!

 
4. Januar 2006 / Rege-,Regetroepfli
Huet haets wieder praktisch de ganzi Tag gregnet. Zwuescheddure es paar chlini Ufhellige, aber es isch nuet gsi mit Strand. Wenns da naemlich mal regnet, daenn regnets meistens ziemlich fescht. Au underem Schirm fascht kei Chance zum wuerkli troche bliebe. Aber isch noed wiiters schlimm, d'Temperature sind au bi Raege ziemli hoech ;-)
 
Nachere entspannende Massage im Spa vom Hotel sind mier ganz gmuetlich im Zimmer gsi und ploetzli luetet s'Telefon. Endlich, endlich, euses Wiehnachts-Paeckli, s'Gschaenk vo de Sylvia, isch acho! Mier haend ja scho Angscht gha, dass es nueme achunnt bis mier abflueged in 2 Taeg. Natuerli hand mier beidi e unglaublichi Freud gha und haend eus daenn grad hinter de neui Reisefuehrer und hinter s'neue Buech gmacht.
 
Am Abig simmer daenn is italienische Restaurant am andere Endi vo Sanur und bim warte ufs Taxi laufed doch grad Daniela und de Martin verbi. Sinds spontan au grad mitcho. Und mier haend en luschtige Abig in edler italienischer Atmosphaere mitenand verbracht. Natuerli sehr fein gaesse und mir beide haend kein Rappe, ehem, kei Rupiah, muesse zahle. Alles isch uf de Guetschi gange!
Nachm Esse simmer daenn heigloffe – es haet nueme gregnet - und ufm Weg bim Hyatt verbi cho. De Iigang haet eus alli ziemli fasziniert. Petra haet grad gfunde, so da goemmer jetzt chli d'Hotelalag goge aluege. Die andere sind chli unsicher gsi, aber glich mitgloffe. Ui, da haet eus oeppis ziemli schoens erwartet. Noed dass mier kei guets Hotel hetted, aber mer haend halt doch noed im Hyatt gwohnt....   Mer sind quer durch d'Hotelhalle, durch d'Garte-und Poolalag an Strand und dete underem schoene Sternehimmel lang gsaesse. Debi isch eus ufgfalle, das mier uf Bali alli no nie de Mond gseh haend. Komischi Sach das....
Irgendwenn simmer daenn am Strand entlang zu eusem Hotel hei gloffe, isch fascht  vollkommene gsi (ebe, haet ja kein Mond gha, und natuerli au kei Strasselaterne. Einzig es chlises winzigs Liechtli haet eus bitsli de Weg zeiged: s'Laempli wo bim Sackmesser vo de Petra integriert isch. Danke Claudia! ;-) ). Ufm Weg det ane simmer no bi de einzig no offne Beachbar verbi cho und dete no en Schlummi gno. Leider hemmer s'Mittel gege s'Moskitos noed debi gha... eusi Fuess und Bei sind ziemli verstoche gsi am naechschte Morge. Naja, gschaech nuet schlimmers.

5. Januar 2005 / 2 Moenet "time-out"
 
Tagsueber simmer es letschts Mal am Strand gsi und de Abig haemmer zaeme mit de Daniela und em Martin in Kuta verbracht. Mier sind dete im Swiss Restaurant gsi (mer probiered ja immer, jewiils am 5. vom Monat ime Schwiizer Restaurant go esse), das ghoert am Engadiner Jon Zuercher. Er isch glichzitig de Konsul vo Bali und wohnt sit 31 Jahr uf de Insle. Es isch total en laessige Abig gsi und mier haend dank em Jon einiges meh vo de Balinese und ihrer Kultur erfahre. Natuerli ischs au um die schlimmi Situation mit de Bombeattentat gange. Es isch eifach schlimm, wie die Iheimische under dem muend liide. Mir haend mit eigene Auge gseh, wie leer Kuta (d'Partyzone vo de Insle) isch, wie wenig Tourischte ume sind allgemein uf de Insle. Mier haend erlebt, wie nett und fruendlich die Luet sind und wie wichtig dass es fuer sie isch, ihrer taegliche Arbet choenne nahzgah. Das heisst halt, em Tourismus. s'Problem isch eifach, wie schaffe und Geld verdiene, wenn z'wenig Tourischte ume sind? 
 

6. Januar 2005 / byebye
 
Bereits um die Mittag ume haets fuer eus gheisse, Abschied naeh vo Bali. Abschied naeh vo Asie. Es gaht uf en andere Kontinent.
 
Wenn mier die letschte 2 Wuche zruggblicked, gsehnd mier e wunderschoeni und erholsami Ziit. Mier haend en Teil vo de balinesische Kultur choenne kennelerne, mier haend viel im Meer und natuerli im Pool baded, haend ime wunderschoene Hotel choenne wohne und natuerli au choenne die viele Iidrueck, womer vo de Reis bis anhin gha haend, verarbeite. Es haet total guet tue und bitsli wehmuetig haemmer daenn Bali verlah.
Bali isch e eigeti Kultur, Bali isch Legong und Barongtanz, Bali isch fiine Sandstrand und suubers Meer, Bali isch Riisterrasse, Bali isch taeglichi Zeremonie und Opfergabe, Bali isch fruendlichi Mensche, Bali isch viel Sunneschii und au Raege, die Insle isch fuer eus eifach e Reis wert!
 
Jetzt freued mier eus aber uf en neue Kontinent, uf en neue spannende Teil vo eusem Traum wo mier sit 2 Moenet am lebe sind!